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Pisco | Chile vs. Peru

Die Geschichte des Pisco

Der Ursprung des Namens „Pisco“, sowie die Anfänge der Spirituose selbst, liegen mehr als 400 Jahre zurück. Nach der Eroberung Südamerikas durch die Conquistadoren Spaniens von 1519 bis 1536, wurde 1542 als Vizekönigreich Neu-Kastilien gegründet. Dieses umfasste zunächst alle von Spanien besetzten Gebiete in Südamerika einschließlich Chile, Peru, Argentinien, Brasilien,… Davon ausgenommen war jedoch das Gebiet Venezuela, das zum Vizekönigreich Neuspanien gehörte. Hauptstadt des Vizekönigreiches Neu-Kastilien war das heutige peruanische Lima. Das Ende des Vizekönigreiches wurde durch die Unabhängigkeitserklärungen der einzelnen Ländern eingeläutet. Chile erlangte seine Unabhängigkeit von Spanien 1818, Peru drei Jahre danach 1821.
Auf welchem, nach heutigen Grenzverläufen, Gebiet der erste Pisco destilliert wurde, wird sich wohl nie restlos klären lassen. Beide Länder wurden schon vermehrt in den jeweils nationalen und spanischen Archiven fündig und konnten Belege liefern, die die Anfänge der Destillation in das jeweilige Land legen. 

Diese Ursprungsdokumente des Piscos datieren jedoch von 1586 bis 1733 und somit um eine Zeit in der die beiden heutigen Länder Chile und Peru ein einheitliches Staatsgebiet waren.

Ursprünge des Spirituosennamens Pisco

Über die Herkunft des Namens des Weinbrands existieren zahlreiche Theorien.
Historisch gut belegt ist, dass das Wort „Pisku“ aus der Quechua Sprache entstammt. Diese wurde auch von den Inkas benutzt, dessen Reich sich über einen großen Teil Südamerikas, inkl. Chile und Peru, erstreckte. Das Wort bedeutet soviel wie „fliegender Vogel“.
Über die Zeit diente das Wort „Pisku“ als Ursprung einer Reihe von Namensgebungen. Aufgrund der Vielzahl der dort lebenden Vögel wurde wohl die Küstenregion südlich von Lima "Pisku" getauft. In diesem Gebiet wurden auch qualitativ hochwertige Tongefäße für die Verwahrung verschiedener alkoholischer Getränke hergestellt, diese wurden „pisquillos“ genannt.
Der Weinbrand könnte also nach dieser Region oder den Gefäßen benannt sein.
In der „Pisku“ genannten Region lag auch die, heute noch aktive, Hafenstadt „Pisco“. Dieser Hafen war der größte Umschlagplatz für Waren aus dem gesamten Vizekönigreich im 16. Jahrhundert. Hier wurde unter anderem auch Weinbrand aus allen Kolonialgebieten auf Schiffe verladen und nach Europa transportiert. Die Gefäße waren mit der Aufschrift „de Pisco“ („aus Pisco“) gekennzeichnet. Diese Aufschrift wurde von den Spaniern wohlmöglich herangezogen, um der Spirituose selbst den Namen Pisco zu geben.
Der Name Pisco als solcher hat seinen Ursprung somit wohl in jedem Falle aus einem Gebiet, welches heute Peru zuzuordnen ist. Dies wird auch von chilenischer Seite kaum bestritten. Über den Ursprungsort der Spirituose bzw. dessen originäres Herstellungsgebiet flammt jedoch weiterhin ein erbitterter Streit.

Die nationalen „Denominacion de Origin“

Die Denominacion de Origin (D.O.) oder auch Appellation de Origin (A.O.), ist eine Herkunftsangabe mit welchen Ländern für Produkte verschiedene erforderliche Eigenschaften festlegen, damit diese einen spezifischen Namen tragen dürfen. Im Fall vom Pisco betreffen diese Eigenschaften bspw. eine festgelegte Anbauregion, zu verwendende Trauben, regulierte Herstellungsprozess, etc.
Eine detaillierte Betrachtung der chilenischen und peruanischen Vorschriften zur Pisco-Herstellung gibt es in folgendem Blog (Link).
Jeweils Chile und Peru haben für ihre Piscos solche Richtlinien in Kraft gesetzt. In Chile geschah dies 1931 durch das Dekret Nr. 181 erlassen durch den damaligen Präsidenten Carlos Ibáñez del Campo.
Die Herkunftsbezeichnung der Peruaner basiert auf dem Dekret 001-91-ICTI / IND, welches sechzig Jahre später 1991 verabschiedet wurde.

Die Schutzbezeichnung von Pisco in der EU

Durch geografische Marken können Produkte vor der Lebensmittelpiraterie geschützt werden. Der Anbau der Ausgangsstoffe und die Herstellung darf nur in bestimmten Regionen erfolgen. Geografische Marken sind zum Beispiel Cognac, Scotch Whiskey und Grappa. Auch wenn in anderen Regionen gleichwertige Produkte erzeugt werden, dürfen diese nicht mit der Markenbezeichnung gekennzeichnet werden. Obwohl die USA immer wieder versuchen, die Markenrechte auszuhebeln, schützt die EU weiter die originalen Produkte. Die traditionellen Spezialitäten sind mit einer Kultur verbunden. Das Herkunftssiegel schützt die Hersteller vor Missbrauch durch die Konkurrenz.

Bei diesem EU-Siegel werden drei Varianten unterschieden:
  1. Die geschützte Ursprungsbezeichnung (PDO): hier wird die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Produkt nur in einem festgelegten geografischen Gebiet durchgeführt. Auch das Verfahren für die Herstellung ist genau festgelegt.
  2. Die geschützte geografische Angabe (PGI): mindestens einer der Produktionsschritte muss im Herkunftsland durchgeführt werden.
  3. Die garantiert traditionelle Spezialität: die Zusammensetzung und das Produktionsverfahren sind geschützt. 

Derzeit sind in der EU ca. 1.250 Markenbezeichnungen eingetragen. Mit Ländern außerhalb der EU bestehen Verträge und Abkommen, die die Bezeichnung von Produkten und den Schutz regeln.

Im Fall des Pisco wurden die chilenischen Pisco-Getränke aufgrund des bilateralen Abkommens zwischen Chile und der EU aus dem Jahr 2002 in der EU geschützt. Als Peru jedoch dem Lissabonner Abkommen zum Schutz von Ursprungsbezeichnungen beitrat und 2005 eine internationale Registrierung für Pisco erhielt, wurde der Schutz der geografischen Angabe von Pisco im Rahmen dieses Abkommens auch für die EU-Mitgliedstaaten zur Pflicht.

Aktuelle Situation in der EU und International

Die Verordnung (EU) Nr. 1065/2013 der Kommission löste diesen Konflikt im Wesentlichen, indem sie festlegte, dass peruanischer Pisco als geografische Angabe geschützt werden soll (Protected Geographical Indication „PGI“). Dies hindert Chile jedoch nicht daran, Pisco für die aus Chile stammenden Produkte zu verwenden, da chilenischer Pisco aufgrund des bilateralen Abkommens zwischen der EU und Chile als geschützte Ursprungsbezeichnung (Protected Denominacion de Origin „PDO“) innerhalb der EU geschützt ist. Obwohl beide Piscos unterschiedlich eingestuft werden, sind sie nach der EU-Verordnung über die Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie den Schutz geografischer Angaben für Spirituosen gleichermaßen geschützt. In der Praxis können beide Länder den Begriff Pisco verwenden und den Schutz dafür beanspruchen.
Die Streitigkeit, welche der beiden Rechtsnormen zukünftig Anwendung finden soll, ist immer noch Gegenstand zahlreicher Verfahren. International gelten die verschiedensten Regelungen, gibt es bspw. bilaterale Abkommen mit Australien und Japan aufgrund welcher dort nur Weinbrand aus Chile unter dem Namen Pisco verkauft werden darf, ist in Cuba und Nordkorea nur der Pisco aus Peru unter diesem Namen anerkannt.
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