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Pisco & Cocaine

Pisco Punch: Drink der Elite

Der Pisco Punch war vor der amerikanischen Prohibition das Getränk der Reichen & Schönen San Franciscos. Serviert im Bank Exchange Saloon, platziert im Erdgeschoss des wichtigsten Gebäudes der Stadt, an dessen Stelle heute die Transamerica Pyramid steht.
Der Erfolg des Cocktails dürfte dabei unter anderem auf seine geheime Zutat zurückzuführen sein, die mittlerweile als Kokain enthüllt wurde.
Aufgrund der ausschweifenden Partys im Saloon, versuchte die Polizei San Franciscos im Jahr 1856 per Erlass, den Konsum auf einen Pisco Punch pro Gast und Tag zu beschränken.

Historischer Hintergrund

Die Geschichte der Besiedlung Amerikas ist eng geknüpft an die Geschichte des Goldes. Wo immer man Gold fand, wurde im Handumdrehen eine Stadt gegründet. Und Glückssucher, die sich schon als Millionäre wähnten, strömten aus der ganzen Welt herbei. San Francisco ist eine Stadt, die ihre Wurzeln auch im Goldfieber hat und in ihrer Anfangszeit sämtliche damit verbundenen Schicksale kannte.

Nun, wer Gold suchte, hatte auch immer einen guten Grund zum Trinken. Wer welches fand, um dieses zu feiern. Wer kein Glück hatte, wollte wiederum seinen Kummer ertränken. Und wo es Durst gibt, gibt es auch Bars. Das war auch damals schon so, auch wenn man diese Orte der geselligen Zusammenkunft damals als Saloons bezeichnete.

Neben Glücksspiel und Schießereien gab es dort auch immer etwas Flüssiges ins Glas und neben dem selbst gebrannten Feuerwasser war es in San Francisco oft Pisco, der von chilenischen und peruanischen Glücksrittern mit nach Amerika gebracht wurde.

Pisco ist ein Weinbrand aus Trauben, der seit Ende des 16. Jahrhunderts hergestellt wurde. Er war in San Francisco seit den 1830er Jahren erhältlich, als er erstmals per Schiff von Händlern, die mit kalifornischen Städten dealten, aus Südamerika gebracht wurde. Während des kalifornischen Goldrausches von 1849 war der Brandy in San Francisco leicht erhältlich.

Die Bar & der Drink

Der Bank Exchange Billiard Saloon befand sich im Erdgeschoss an der südwestlichen Ecke des Montgomery-Blocks, an der Kreuzung Montgomery Street und Washington Street. Die Bar wurde 1853 eröffnet und überlebte das Erdbeben und den Brand von 1906. Über 50 Jahre lang ließ ihre Popularität nie nach und erst die, durch den Volstead Act eingeleitet, Prohibition führte 1919 zu ihrem traurigen, ungerechten Ende.

In Marmor und Mahagoni prangend und von prächtigen Kristalllüstern beleuchtet, wurde die Bank Exchange aufwendig ausgestattet und zu dem Treffpunkt der High Society. Duncan Nicol, der letzte Besitzer, baute einen separaten Salon für Frauen und machte ihn damit zum ersten Salon im amerikanischen Westen, in dem "nicht arbeitende" Frauen ungehindert und gleichberechtigt mit den Männern trinken konnten.

Ein Großteil der Berühmtheit der Bank Exchange ging auf den Pisco Punch, damals wohl noch ein klassischer Punch, sprich ein Frucht-haltiger Drink, zurück, so sehr, dass das Establishment den Spitznamen „Pisco John`s“ erhielt. Aufgrund des Spitznamens der Bar wird John Torrence, einem der frühen Besitzer, die Schöpfung des Pisco Punch zugeschrieben, aber auch der letzte Besitzer, Duncan Nicol, wird oft mit der Kreation des Getränks identifiziert. In seinem 2007 erschienenen Buch "Wings of Cherubs" vermutet Guillermo Toro-Lira, dass Duncan Nicol in Wirklichkeit „Pisco John“ war und dass er so nach seiner Telefonnummer benannt wurde. Das Telefonbuch von San Francisco aus dem Jahr 1903 listet den ersten Teil der Telefonnummern als Wörter und die Nummer sowohl für John Nichol als auch für die Bank Exchange als „John 3246“ auf.

Es heißt, dass das Pisco-Punch-Rezept der Bank Exchange in absoluter Geheimhaltung von einem Besitzer zum nächsten weitergegeben wurde. Duncan Nicol, der schottische Einwanderer, der die Bar insgesamt 32 Jahre lang (1887 bis 1919) im Alleinbesitz hatte, erbte entweder das kostbare Rezept vom Vorbesitzer George Brown oder kreierte das Rezept selbst.

Ob Duncan Nicol der Erfinder des Pisco Punch war oder nicht, es scheint, dass er sehr geheimnisvoll über das kostbare Rezept war, indem er Chargen einer Vormischung aus Gummiarabikum, Zucker und Ananas im Keller vorbereitete, so dass weder seine Gäste noch seine Mitarbeiter das genaue Rezept herausfinden konnten.

Testimonials

Mark Twain trank bei der Bank Exchange mit einem extravaganten Feuerwehrmann namens Tom Sawyer, den er während seiner Arbeit als Reporter beim San Francisco Call kennen gelernt hatte. Die Geschichten, die Tom Sawyer an der Bar erzählte, inspirierten die literarischen „Abenteuer“ für die Tom-Sawyer-Figur in Twains Büchern.

Nachdem er an der Bank Exchange getrunken hatte, verewigte Rudyard Kipling, Autor des „Das Dschungelbuch“, 1889 in seinem Buch „From Sea to Sea“ den Pisco Punch als "zusammengesetzt aus den Spänen der Flügel von Engeln, der Herrlichkeit einer tropischen Morgendämmerung, den roten Wolken des Sonnenuntergangs und den Fragmenten verlorener Epen toter Meister".

1937 schrieb Harold Ross, der Gründer der Zeitschrift „The New Yorker“: „In den alten Tagen gab es in San Francisco ein berühmtes Getränk namens Pisco Punch, das aus Pisco hergestellt wurde... Pisco Punch schmeckte früher wie Limonade, hatte aber einen Kick wie Wodka oder schlimmer“.

Der Punsch war so stark, dass ein Schriftsteller des Daily schrieb: „Er schmeckt wie Limonade, kommt aber mit dem Tritt eines seilgesteuerten Ochsen zurück“. Andere sagten, „es bringt eine Mücke dazu, gegen einen Elefanten zu kämpfen“.

Das verschollene Rezept

Erst die Prohibition setzte dem rauschhaften Treiben rund um den Pisco Punch ein Ende. Duncan Nicol verstarb noch vor dem „Repeal Day“ und nahm das ursprüngliche Rezept des von ihm kreierten Cocktails mit in sein Grab.
Darin: Ananas, Limettensaft und Pisco. Darauf: eine sagenumwobene rote Tinktur, Kokain-haltig.

Was sich dahinter genau verbergen mag ist bis heute ein wenig umstritten. Wie so viele klassische Cocktails ist auch das Originalrezept des Pisco Punch der Zeit und Duncan Nicols Grab abhanden gekommen, sodass es Gegenstand vieler Spekulationen von Getränkehistorikern ist. Wenn es um Getränke geht, neigen die Historiker jedoch dazu, Geheimnisse zu lüften.

John Lannes war in den letzten Jahren der Manager der Bank Exchange und übernahm 1919 den Besitz der Bar von Duncan Nicol, nur um festzustellen, dass die Prohibition die Schließung der Bar im nächsten Jahr erzwingen würde. 1964 entdeckte ein William Bronson das Pisco-Punch-Rezept von John Lannes in einem 1941 von einem Anwalt verfassten Brief und 1973 veröffentlichte Bronson das Rezept in der „California History Society Quarterly“.

In dem veröffentlichten Rezept lässt Lannes jedoch eine geheime Zutat weg, vielleicht aus Respekt vor Nicol oder vielleicht, weil Nicol sie ihm nie verraten hat. Außerdem lässt das Rezept das Rot von Kippling‘s Sonnenuntergang vermissen.

Die geheime Zutat: Kokain

In seinem Buch Wings of Cherubs skizziert Guillermo Toro-Lira historische Beweise, die darauf hindeuten, dass der von Nicol an der Bank Exchange hergestellte Pisco Punch Kokain enthielt. Die Droge war in den späten 1800er Jahren weit verbreitet und war ein üblicher Bestandteil von Stärkungsmitteln, ganz zu schweigen von Coca-Cola. Vielleicht war Kokain das Geheimnis für die anhaltende Anziehungskraft des Getränks.

Toro-Lira sagt, dass „das populärste Kokain-Schnapsgetränk zu dieser Zeit Vin Mariani (Mariani-Wein) war, den der Italiener Angelo Mariani 1863 erstmals in Frankreich zusammengebraut hatte“. Vin Mariani war Bordeaux-Wein, der mit Koka-Blättern versetzt wurde.

Rudyard Kiplings berühmtes Pisco Punch Zitat „die Herrlichkeit einer tropischen Morgendämmerung, die roten Wolken des Sonnenuntergangs“ weist darauf hin, dass das Getränk eine rötliche Tönung hatte. Vin Mariani war rot und hätte somit das Aussehen des ansonsten goldenen ananasfarbenen Getränks beeinflusst.

Teilweise wegen seines Kokaingehalts wurde Vin Mariani Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr hergestellt, obwohl moderne Reproduktionen mit entkokziniertem Kokablatt erhältlich sind.
Anstelle von Vin Mariani bietet sich heutzutage Lillet Rouge für den Pisco Punch an, das viel zum Geschmack beiträgt und auch die gewünschte Farbe der „roten Wolken des Sonnenuntergangs“ hinzufügt.

Das Rezept

Ambitionierten Homebartendern sei ans Herz gelegt anstatt Läuterzucker und Ananassaft einen eigenen Ananas-Gomme-Sirup mit Gummi-Arabium anzusetzen. Eine einfachere Variante bietet nachfolgendes Rezept:

60 ml mountainbyrd Gran Pisco
30 ml frischer Limettensaft (ca. eine Limette)
15 ml Lillet Rouge
15 ml Läuterzucker
15 ml Ananassaft

Zu guter Letzt, außer Du befindest Dich in Portugal, wo es seit dem Jahr 2000 keine Straftat mehr ist bis zu 2 Gramm Kokain für den Privatgebrauch zu besitzen, empfehlen wir die Suche nach Duncan Nicols geheimer Zutat nicht fortzusetzen. Cheers!
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